Interessantes rund um die Rundkapelle

Die Wandstärke der Rundkapelle Zu Altenfurt beträgt am Sockel stolze 1,12 Meter. Das lässt zusammen mit den kleinen Fensteröffnungen darauf schließen, dass die Kapelle auch dem Schutz der Bewohner des Altenfurter Klosterguts diente.

In Petronell-Carnutum in Niederösterreich steht eine Rundkapelle, die ebenfalls aus dem zwölften Jahrhundert stammt und Johannes dem Täufer geweiht ist. Auch äußerlich ist sie der Altenfurter Kapelle sehr ähnlich. Sie ist allerdings deutlich größer. Auch diese Kapelle wurde als Wehrkirche genutzt. Zwischen der inneren und der äußeren Wand befindet sich ein Verteidigungsgang.

Bei Grabungen im Jahre 1950 hat man festgestellt, dass die Kapelle insgesamt vier verschiedene Fußböden mit insgesamt etwa einem halben Meter Dicke hatte. Das heutige Fußbodenniveau stammt von einer Restaurierung in den Jahren 1962/63 und spiegelt die Fußbodenhöhe zur Bauzeit wider und stellt die alten Proportionen des Innenraums wieder her. Nun erkennt man, dass die Innenhöhe der Kapelle, übrigens genau die fünffache Wandstärke, auch dem Innendurchmesser entspricht. In die Kuppel der Kapelle würde also,wie beim Pantheon in Rom, nach unten gespiegelt in die Kapelle genau hineinpassen und eine Kugel ergeben.

Bilder der Rundkapelle in Petronell

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